Wahrnehmung und Veränderung

Manchmal nehmen wir Veränderungen erst spät war. Wann beginnen Sie Unterschiede wahrzunehmen? Wann macht ein Unterschied für Sie einen Unterschied aus?

 

Wahrnehmung und Veränderung

Manchmal nehmen wir Veränderungen erst spät war. Wann beginnen Sie Unterschiede wahrzunehmen? Wann macht ein Unterschied für Sie einen Unterschied aus?

Vielleicht kennen Sie die Erfahrung, dass Sie sich heute schon mehrfach in Ihrem Wohnzimmer bewegt haben, aber erst gerade bemerken Sie die frischen Blumen in der Vase auf dem Tisch, die dort seit gestern den Raum verschönern. Oder: Sind Sie schon einmal vor einen Laternenpfahl gelaufen? Womitwaren Sie zum Zeitpunkt des Kontaktes beschäftigt? Sind wir mit unserer Aufmerksamkeit beispielsweise auf bestimmte Gegenstände im Raum konzentriert oder wir gehen unseren Gedanken intensiv nach, weil wir überlegen, wie wir den dringend anstehenden Lebensmitteleinkauf angehen, dann nehmen wir Unterschiede in unserer Umgebung kaum wahr. Erst in dem Moment, wenn wir uns länger am Tisch aufhalten, auf dem die Blumen stehen, fallen sie uns auf. Unterschiede wahrzunehmen, braucht als Voraussetzung, dass wir für Neues und Ungewöhnliches offen sind. Zum anderen registrieren wir Unterschiede dann, wenn sie stark sind, uns in unseren Automatismen irritieren. Individuell sind die Schwellen, wann wir etwas als Unterschied beobachten, sicherlich verschieden. Die Qualität unserer Sinnesorgane, unsere körperliche Gesundheit, unsere Stimmung und die Wichtigkeit unserer Absichten, die uns besetzen und drängen, in die Tat umgesetzt zu werden, beeinflussen uns, wann und wie wir Unterschiede erkennen. Von daher lohnt sich immer wieder die Frage, wie sensibel sind Sie heute für Unterschiede? In der psychologischen Literatur finden Sie Näheres dazu unter dem Stichwort: Unaufmerksamkeitsblindheit.